Vorsorgeuntersuchungen

Wächst unser Kind gesund auf? Entwickelt es sich normal und altersgerecht? Diese Fragen stellen sich wohl alle Eltern. Doch selbst bei genauester Beobachtung bedarf es stets auch einem "Expertenblick von außen". Daher haben die regelmäßigen Früherkennungsuntersuchungen eine herausragende Bedeutung in der Gesundheitsvorsorge für Ihr Kind. Doch was geschieht bei diesen Untersuchungen? Wer führt sie durch? Und sind sie tatsächlich kostenfrei? Die Antworten auf diese Fragen finden Sie hier.
 

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Optimaler Start in ein gesundes Leben

Die ersten Lebensjahre eines Menschen sind besonders wichtig für die gesundheitliche Entwicklung. In der Kindheit werden die Weichen gestellt für das spätere körperliche und seelische Wohlbefinden. Aus diesem Grund gibt es ein in Deutschland ein besonderes Untersuchungsprogramm für Kinder, das sie von der Geburt bis zum 17. Lebensjahr begleitet: Die Früherkennungsuntersuchungen – oder auch U-Untersuchungen genannt. Insgesamt umfassen diese zehn ärztlichen Untersuchungen (U1 bis U9 – und seit 01. Juli 2008: U7a). Im Teenager-Alter schließt zudem die J1-Untersuchung an.
All diese Untersuchungen dienen dazu, Krankheiten und Fehlentwicklungen körperlicher und psychischer Art so früh wie möglich zu erkennen und gegebenenfalls unmittelbar zu behandeln. Denn: Je früher Fördermaßnahmen beziehungsweise Therapien vom jeweiligen Kinderarzt eingeleitet werden können, desto besser und nachhaltiger sind die Heilungschancen für das Kind. Gleichzeitig bieten die regelmäßigen Untersuchungstermine Ihnen die Möglichkeit, Ihrem Kinderarzt viele Fragen rund um die Gesundheit und Entwicklung Ihres Kindes (z. B. Fragen zur Ernährung, zu Kinderkrankheiten oder Impfungen) zu stellen und sich beraten zu lassen.

Jede U-Untersuchung hat ihren optimalen Zeitraum

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum für jede der zehn Früherkennungsuntersuchungen bestimme Zeiträume empfohlen werden, innerhalb derer der jeweilige Untersuchungstermin wahrgenommen werden sollte – wie für die U4 der 3. bis 4. Lebensmonat?

Der Grund ist: Die Früherkennung von möglichen Entwicklungsproblemen ist nur in bestimmten Altersspannen Erfolg versprechend. So liegt zum Beispiel der Termin für die U3 in der vierten und sechsten Lebenswoche, um eine Fehlstellung der Hüftgelenke früh- bzw. rechtzeitig zu erkennen und mit hoher Aussicht auf Erfolg behandeln zu können.